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Das Nationale Forschungsprogramm „Nachhaltige Wirtschaft: ressourcenschonend, zukunftsfähig, innovativ“ (NFP 73) hat zum Ziel, wissenschaftliche Erkenntnisse zu einer nachhaltigen Wirtschaft mit schonendem Umgang mit den natürlichen Ressourcen, mehr Wohlstand und erhöhter Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Schweiz zu erarbeiten.

Die ersten Projekte des NFP 73 haben ihre Forschung abgeschlossen. Ab September 2022 werden regelmässig Podcasts publiziert. Mit freundlicher Genehmigung finden Sie diese Podcasts auch hier:

„Das öffentliche Beschaffungswesen kann die ökologische und soziale Nachhaltigkeit fördern“, mit Prof. Dr. Peter Seele und Dr. Matthias Stürmer

Pro Jahr werden in der Schweiz über 40 Milliarden Franken für öffentliche Beschaffung auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene ausgegeben. Die Beschaffungsstellen können bereits heute ökologische und soziale Vorgaben durch passende Kriterien vorgeben. In Zukunft sollen Nachhaltigkeitskriterien gemäss neuem internationalem und nationalem Recht und internationalen Verträgen noch stärker berücksichtigt werden. In dieser Podcast Episode spricht Barbara Dubach mit Peter Seele und Matthias Stürmer.

„Alle Spitäler können ihre Betriebsabläufe hinsichtlich Nachhaltigkeit optimieren“, mit Matthias Stucki und Regula Keller

Das Gesundheitswesen hat nach Ernährung, Mobilität und Wohnen den viertgrössten ökologischen Fussabdruck. Dennoch gab es dazu bis jetzt kaum umfassende Nachhaltigkeitsanalysen. Welche Prozesse sind in einem Spital besonders umweltbelastend und wie können sie ohne Einbussen bei der Gesundheitsversorgung nachhaltiger gestaltet werden? Erkenntnisse dieses Forschungsprojekts wurden schon in der Praxis umgesetzt und in einem parlamentarischen Vorstoss des Grossen Rats des Kantons Bern integriert. Barbara Dubach spricht mit Matthias Stucki und Regula Keller über Win-Wins, vegetarische Menüs und optimierte Kaufintervalle in den Spitälern.

„Investitionen in die Aufbereitung von Bauabfällen und Sekundärrohstoffen müssen sich für Unternehmen lohnen“, mit Dr. Susanne Kytzia

Die Schweiz ist kein rohstoffreiches Land. Wichtigste Rohstoffe, die im Inland gefördert werden, sind mineralische Baustoffe wie Kies. Gleichzeitig lagern in unseren Gebäuden, Strassen und anderen Bauten grosse Mengen an mineralischen Rohstoffen. Heute sind Bau, Abfälle und der Aushub bei Neubauten für den weitaus größten Teil der Abfälle verantwortlich. Somit stellt sich die Frage, wie die Kreisläufe im Bauwesen geschlossen werden können. Barbara Dubach spricht mit Susanne Kytzia über das Wechselspiel zwischen Unternehmen und Politik, wie Bauabfälle Primärrohstoffen Konkurrenz machen können und über eine vorgezogenen Recyclinggebühr.

„Eine nachhaltige Wasserversorgung braucht dezentrale und modulare Lösungen“, mit Prof. Dr. Bernhard Truffer und Dr. Eva Lieberherr

Der umfassenden Einführung nachhaltiger Wasserversorgung stehen oft beträchtliche regulatorische und betriebliche Herausforderungen entgegen. Inwiefern solche Infrastrukturen Teil zukünftiger Wasserversorgung und Abwasserentsorgung werden können, wurde mit Blick auf Siedlungswasser und die strategischen Implikationen für die Schweiz untersucht. Barbara Dubach spricht mit Bernhard Truffer und Eva Lieberherr über die Kosten des Siedlungsbaus, integrierte Ansätze und das Stichwort Blaue Wirtschaft.

„Um Netto-Null bis 2050 zu erreichen, muss der Verkehrssektor umgebaut werden“, mit Martin Peter und Vanessa Angst

Der Schweizer Verkehr ist für 40% der nationalen CO2 Emissionen verantwortlich. Zur Erreichung des Netto-Null Ziels der Schweiz muss der Treibhausgasausstoss des Schweizer Verkehrswesen substanziell reduziert werden. Hierzu unterscheidet man grundsätzlich zwischen den drei Ansätzen „verbessern“, „vermeiden“, und „verlagern“. Barbara Dubach spricht mit Martin Peter und Vanessa Angst über verschiedene Szenarien zur Reduktion der Treibhausgase im Verkehr, warum E-Mobilität alleine nicht reicht und was wir tun können, um Netto-Null bis 2050 zu erreichen.

„Nachhaltiger Wohnungsbau sollte die Bedürfnisse der Mieter in seine Gestaltung integrieren“, mit Prof. Dr. Claudia Binder und Dr. Anna Pagani (In Englisch)

Das Wohnen ist der zweitgrösste Verursacher des Schweizer Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen. Seit 1990 ist die Bevölkerung der Schweiz um 23% gewachsen, während die Wohnfläche um 35% zugenommen hat. Die Grösse der Wohnungen ist ein Schlüsselfaktor für den Ressourcen- und Energieverbrauch im Wohnungsbau. In dieser Folge spricht Barbara Dubach mit Claudia Binder und Anna Pagani darüber, was hinter dem wachsenden Trend zu grösseren Wohnungen steckt und wie wir das Wohnen umweltverträglicher gestalten können, ohne unseren Lebensstandard zu beeinträchtigen.

„Freiwillige Umweltinitiativen der Privatwirtschaft lohnen sich“, mit Prof. Dr. Thomas Bernauer

Fortschritte in Richtung einer nachhaltigen Wirtschaft erfordern grosse Veränderungen sowohl auf der Produzenten- als auch auf der Konsumentenseite. Inwieweit unterstützen freiwillige Umweltschutzmassnahmen von Unternehmen diese Veränderung und wie werden sie von der Schweizer Bevölkerung wahrgenommen? Barbara Dubach spricht mit Thomas Bernauer über die positiven Auswirkungen von freiwilligen Massnahmen und was man ausser Umweltschutzmassnahmen noch anstreben sollte. Die Serie «Nachhaltige Wirtschaft» ist ein Podcast des Schweizerischen Nationalfonds (SNF), der Zugang zu den Erkenntnissen des Nationalen Forschungsprogramms «Nachhaltige Wirtschaft: ressourcenschonend, zukunftsfähig, innovativ» (NFP 73) schafft. In jeder Episode spricht Barbara Dubach, Leiterin des Wissenstransfers für das NFP 73, mit renommierten Forschenden, die an einem von 29 Forschungsprojekten gearbeitet haben. In weniger als 20 Minuten erhalten Zuhörende so evidenzbasierte, umsetzbare Fakten für den Wandel hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft. Die Episoden sind auf Deutsch, Englisch oder Französisch verfügbar.